Einzelunternehmen in eine GmbH umwandeln

Eine GmbH lohnt sich vor allem dann, wenn Ihr Gewinn dauerhaft hoch ist und Sie einen Teil davon im Unternehmen lassen: Dort werden Gewinne mit 23 % Körperschaftsteuer besteuert statt mit bis zu 55 % Einkommensteuer. Ob sich das für Sie rechnet, zeigt eine Vergleichsrechnung. Die Einbringung ist unter bestimmten Voraussetzungen steuerneutral möglich – ARUS in Innsbruck begleitet sie von der Rechnung bis zur Eintragung.

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Stand:

Was von 100 € Gewinn bleibt

Für den Teil Ihres Gewinns, der im Einzelunternehmen mit 50 % Einkommensteuer besteuert würde.

Was von 100 € Gewinn bleibt
FormSteuerEs bleiben
Einzelunternehmen50 % Einkommensteuer · 50,00 € Steuer50,00 € Steuer50,00 €
GmbH, Gewinn bleibt im Unternehmen23 % Körperschaftsteuer · 23,00 € Steuer23,00 € Steuer77,00 €
GmbH, Gewinn wird ausgeschüttet23 % + 27,5 % Kapitalertragsteuer · 44,18 € Steuer44,18 € Steuer55,82 €
Einkommensteuer 2026: 50 % für Einkommensteile zwischen 104.859 € und 1 Mio. €, darüber 55 %. Vereinfacht – ohne Gewinnfreibetrag, Sozialversicherung und Geschäftsführerbezug. Bei niedrigeren Gewinnen ist der Abstand kleiner; dann rechnet sich die GmbH unter Umständen nicht. Quellen: USP, Tarifstufen und Körperschaftsteuer.

Wann sich die GmbH lohnt – und wann nicht

Lohnt sich, wenn …

  • Ihr Gewinn ist dauerhaft hoch – deutlich über dem, was Sie privat brauchen.
  • Sie wollen Gewinne im Unternehmen lassen: für Investitionen, Rücklagen oder später eine Holding.
  • Sie wollen die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen begrenzen.

Eher nicht, wenn …

  • Sie brauchen fast den ganzen Gewinn privat – bei voller Ausschüttung schmilzt der Vorteil.
  • Ihr Gewinn ist niedrig oder schwankt stark – dann überwiegen die Fixkosten.
  • Die GmbH kostet jedes Jahr: doppelte Buchhaltung, Jahresabschluss, Offenlegung im Firmenbuch und mindestens 500 € Körperschaftsteuer.

So läuft der Wechsel in die GmbH

  1. 1VergleichsrechnungEinzelunternehmen und GmbH im direkten Vergleich: Steuern, Sozialversicherung, Ausschüttung und laufende Kosten.
  2. 2Stichtag festlegenAuf Wunsch rückwirkend: Der Stichtag darf vor dem Vertrag liegen, die Anmeldung zum Firmenbuch folgt innerhalb von neun Monaten.
  3. 3Einbringung nach dem UmgründungssteuergesetzIhr Unternehmen geht mit seinen Buchwerten in die GmbH über – steuerneutral, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
  4. 4Notar, Firmenbuch, FinanzamtGesellschaftsvertrag als Notariatsakt, Eintragung ins Firmenbuch, Steuernummer und UID-Nummer für die GmbH.
  5. 5Weiter in der GmbHBuchhaltung, Lohnverrechnung und BUAK laufen ohne Unterbrechung in der GmbH weiter.

Der nächste Schritt: die Holding

Wer Gewinne dauerhaft im Unternehmen lässt, kann mit einer Holding noch weiter gehen – etwa, um über eine Immobilien-GmbH langfristig zu investieren.

Holding & Immobilien-GmbH

Häufige Fragen

Ab wann lohnt sich eine GmbH?

Das hängt von Ihrer Gewinnhöhe ab und davon, wie viel Sie entnehmen möchten. Gewinne, die in der GmbH bleiben, werden mit 23 % Körperschaftsteuer besteuert; bei Ausschüttung fallen zusätzlich 27,5 % Kapitalertragsteuer an. Wir rechnen das für Sie konkret durch.

Wie hoch ist die Steuerbelastung einer GmbH?

23 % Körperschaftsteuer auf den Gewinn. Wird er ausgeschüttet, kommen 27,5 % Kapitalertragsteuer dazu – zusammen 44,18 %. Gewinne, die in der GmbH bleiben, sind nur mit 23 % belastet.

Kann ich mein Einzelunternehmen steuerneutral in eine GmbH einbringen?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen nach dem Umgründungssteuergesetz – auf Wunsch auch rückwirkend. Wir prüfen die Voraussetzungen, rechnen den Wechsel vorher durch und planen ihn so, dass Ihr Tagesgeschäft weiterläuft.

Kann die Einbringung rückwirkend erfolgen?

Ja. Der Einbringungsstichtag darf vor dem Vertragsabschluss liegen. Die Anmeldung zum Firmenbuch muss dann innerhalb von neun Monaten nach diesem Stichtag erfolgen.

Was kostet eine GmbH laufend?

Jedes Jahr fallen Kosten an, auch ohne Gewinn: doppelte Buchhaltung und Jahresabschluss, die Offenlegung im Firmenbuch und mindestens 500 € Körperschaftsteuer. Diese Fixkosten rechnen wir in die Vergleichsrechnung ein.

Wie viel Stammkapital braucht eine GmbH in Österreich?

10.000 €, davon mindestens 5.000 € bar. Das gilt seit 1. Jänner 2024; vorher waren es 35.000 €.

Termin in der Südbahnstraße 14.

Montag bis Donnerstag 09:00–15:00 Uhr, Freitag 09:00–12:00 Uhr. Nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten.

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